Online-Bürgerbeteiligung
Online-Bürgerbeteiligung: so machen Bürgerinnen und Bürger mit
Bei der Online-Bürgerbeteiligung bringen sich Menschen über das Internet in Vorhaben ihrer Kommune ein, wann und wo es ihnen passt. Diese Seite zeigt die gängigen Formen an echten Projekten aus Kommunen, erklärt, wer mitmachen darf, und was mit den Beiträgen passiert.
Begriff
Was Online-Bürgerbeteiligung ist
Grundlage ist eine Beteiligungsplattform, auf der die Kommune ihre Projekte vorstellt. Bürgerinnen und Bürger lesen dort, was geplant ist, geben Hinweise, reichen Ideen ein oder stimmen ab. Was rechtlich gilt und wie Sie ein Verfahren aus Sicht der Verwaltung planen, steht im Leitfaden digitale Bürgerbeteiligung.
Zu jeder Zeit
Online beteiligen sich auch die, die abends nicht zur Versammlung kommen: Berufstätige, Eltern, Pendlerinnen und Pendler.
Für alle sichtbar
Beiträge stehen öffentlich auf der Projektseite. Andere unterstützen oder kommentieren sie, und die Verwaltung antwortet öffentlich.
Direkt auswertbar
Alle Beiträge liegen an einer Stelle. Zu jeder Phase gibt es Kennzahlen, Karte und einen PDF-Bericht.
Formen
Formen der Online-Beteiligung mit Beispielen
Alle Beispiele stammen aus Kommunen, die mit unserer Plattform arbeiten. Ein Klick führt zum Projekt.
Ideen auf der Karte
Menschen setzen ihre Idee an den Ort, um den es geht, mit Text und Bild. Andere unterstützen die Vorschläge, die sie überzeugen.
Abstimmen
Die Kommune legt Varianten vor, alle Berechtigten stimmen ab. Oft laufen Vorschläge und Abstimmung nacheinander im selben Projekt: erst sammeln, dann entscheiden.
Umfrage
Eine Bürgerbefragung mit festen Antworten und auf Wunsch offenen Feldern. Die Ergebnisse veröffentlichen Sie, wenn Sie es möchten.
Hinweise zum Entwurf
Die Kommune stellt einen Entwurf online, Bürgerinnen und Bürger kommentieren ihn. Bei Satzungen und Leitlinien setzen sie Anmerkungen direkt an einzelne Textstellen.
Bürgerbudget
Bürgerinnen und Bürger schlagen vor, wofür ein festes Budget ausgegeben wird. Die Verwaltung prüft, dann wird abgestimmt. Mehr zum Bürgerhaushalt
Stellungnahme im Verfahren
Im Bebauungsplanverfahren geben Bürgerinnen und Bürger ihre Stellungnahme über ein Formular ab, auf Wunsch mit Dokumenten im Anhang. Mehr zur Bauleitplanung
Teilnahme
Wer online mitmachen darf
Wer mitmachen darf, legt die Kommune für jede Phase fest. So kann eine Umfrage für alle offen sein und die Abstimmung im selben Projekt nur für Einwohnerinnen und Einwohner gelten.
Offen, mit Konto oder verifiziert
Je Phase entscheiden Sie: alle ohne Anmeldung, nur registrierte oder nur verifizierte Personen.
Wohnsitz prüfen
Für die Verifizierung binden wir die BundID an. Daneben gibt es den Brief mit Zugangscode und den Abgleich mit dem Melderegister.
Gebiet und Alter
Die Teilnahme lässt sich auf Gebiete, Straßen oder Altersgruppen beschränken. Beim MünchenBudget machen Münchnerinnen und Münchner ab 14 Jahren mit.
Wer nicht online ist, bleibt nicht außen vor: Stimmen im Bürgerbüro und Vorschläge per Brief laufen in dieselbe Plattform. Hybride Beteiligung: online und vor Ort
Nach dem Beitrag
Was mit den Beiträgen passiert
Sichten
Die Verwaltung sichtet die Beiträge und moderiert, wo es nötig ist.
Prüfen
Beim Bürgerbudget prüft die Verwaltung jeden Vorschlag, bevor darüber abgestimmt wird.
Antworten
Die Verwaltung antwortet öffentlich auf jeden Vorschlag. So sieht jede Person, was aus ihrem Beitrag wird.
Umsetzung zeigen
Meilensteine zeigen den Fortschritt, etwa beim Ausbau der Ellerstraße in Osnabrück. Bochum zeigt in einer eigenen Phase die umgesetzten Pocket Parks.
Der letzte Schritt fehlt am häufigsten: Das Schweigen nach der Beteiligung.
Reichweite
Wie viele Menschen sich online beteiligen
Eine Plattform allein bringt noch niemanden zum Mitmachen. Die Beispiele zeigen: Reichweite entsteht, wenn die Kommune ihr Projekt bekannt macht und Vereine, Schulen oder Nachbarschaften mitnimmt.
34.648Teilnehmende an der Themenwahl 2026
ABSTIMMUNG21
Ein gemeinnütziger Verein organisiert eine bundesweite Themenwahl online. 396 Vorschläge gingen ein.
Direkte Demokratie digital organisiert2.500neue Konten in sieben Tagen
Landkreis Tirschenreuth
Neunzehn Vereine holten ihre Mitglieder zum Abstimmen auf die Plattform.
Beteiligung als Kreissache1.000+Teilnehmende an einer Abstimmung
Landkreis Kusel
Plakate in 98 Gemeinden, Postwurfsendungen und Informationsabende begleiteten die Abstimmung zu den Trimm-dich-Pfaden.
Mehr Beteiligung im Landkreis Kusel
Weitere Beispiele finden Sie bei den Referenzen.
Online-Bürgerbeteiligung
Häufige Fragen
Was ist Online-Bürgerbeteiligung?
Bürgerinnen und Bürger wirken über eine Plattform im Internet an Vorhaben ihrer Kommune mit: Sie geben Hinweise, reichen Ideen ein, beantworten Umfragen oder stimmen ab.
Ist Online-Bürgerbeteiligung dasselbe wie digitale Bürgerbeteiligung?
Weitgehend. Digitale Bürgerbeteiligung wird oft weiter gefasst und schließt auch Wege ein, die nicht über den Browser laufen, etwa einen WhatsApp-Bot oder die Mitmachbox vor Ort.
Brauchen Teilnehmende ein Konto?
Das legen Sie je Phase fest. Eine Umfrage kann ohne Anmeldung laufen, eine Abstimmung nur für verifizierte Einwohnerinnen und Einwohner.
Wie erreichen wir Menschen, die nicht online sind?
Mit Angeboten vor Ort, die in dieselbe Plattform einfließen: Stimmen im Bürgerbüro erfassen, Vorschläge im Namen von Bürgerinnen und Bürgern einreichen, Mitmachboxen im öffentlichen Raum aufstellen.
Welche Software brauchen wir für Online-Bürgerbeteiligung?
Eine Beteiligungsplattform, die möglichst alle Formen in einem System abdeckt. Wir betreiben dafür Consul, die Open-Source-Software, die wir für deutsche Kommunen erweitert haben.
Online-Bürgerbeteiligung in Ihrer Kommune
Wir zeigen Ihnen die Plattform an einem Beispiel und besprechen, welche Formen zu Ihrem Vorhaben passen.
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Weitere Funktionen
- Alle Funktionen
Beteiligungsformen, Datenschutz und Schnittstellen im Überblick.
- Bürgerhaushalt
Vom Vorschlag über die Prüfung durch die Verwaltung bis zur Abstimmung über das Budget.
- Auswertung
Kennzahlen, Karte und PDF-Bericht je Phase, auf Wunsch mit KI-Analyse.
